Beiträge in Kurzform

Der Taucher von Wynau

Beim Bau des Flusskraftwerks Wynau von 1894 bis 1896 mussten auch Arbeiten unter Wasser durchgeführt werden. Die Baufirma stellte dafür eigens einen Taucher an. Der Italiener Armando Felice De Polo führte nach seiner Ausbildung zum Berufstaucher während Jahren Tauchgänge beim Kraftwerk durch. Die Arbeiten waren mit der damaligen Ausrüstung sehr anstrengend. Sie wog rund 70 Kilo, wovon allein 11 kg auf die Schuhe und 16 kg auf zusätzliche Gewichte entfielen.

 

 

 

 

150 Biber im Oberaargau

Der Biber kehrte in den Neunzigerjahren nach langer Abwesenheit wieder in den Oberaargau zurück. Seither nahm der Bestand deutlich zu. Biber besiedeln heute Aare, Oenz und Langete, aber auch viele kleine Bäche und Weiher. In 40 Revieren leben rund 150 Tiere.

 

 

 

 

 

Einblicke ins Stadttheater

Das Stadttheater Langenthal wird ab Mitte 2016 renoviert und innen baulich angepasst. Das Jahrbuch zeigt Bilder des heutigen Zustandes vor der Renovation. Die Fotos von Hans Hunziker bieten teils auch Ansichten, die der Theaterbesucher nicht kennt. Dazu haben bekannte Persönlichkeiten, die schon im Stadttheater Langenthal auftraten, ihre Eindrücke vom Haus beschrieben. Darunter sind Emil Steinberger, Gardi Hutter, Urs Mannhard und Valerio Moser.

 

 

 

Gotthelf und die Schule Inkwil

Zur Zeit, als Albert Bitzius Vikar in der Kirchgemeinde Herzogenbuchsee war, oblag ihm auch die Aufsicht über das Schulwesen. Der spätere Pfarrer, der als Dichter Jeremias Gotthelf in die Literatur einging, setzte sich für die Anliegen von Schülern und Lehrern ein. Vor kurzem wurde in einem Bauernhaus in Inkwil ein Brief entdeckt, den Bitzius 1826 an die Vorgesetzten der Gemeinde geschrieben hatte. Dieses bisher unbekannte Dokument beweist, dass der Vikar mit den Zuständen in Inkwil unzufrieden war. Im Brief hatte er verlangt, dass die Gemeinde die Räume im neu erstellten Schulhaus fertig instand stelle und für den Winter tauglich mache. Dies, weil die Arbeiten nach der Aufrichte liegen geblieben waren.

 

Kohleabbau in Ufhusen

In Krisenzeiten wurde in der Schweiz Schieferkohle abgebaut. Dies war im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Abbaugebiete lagen in Gondiswil und im benachbarten Ufhusen LU. Der Kohleabbau in Gondiswil ist in den Jahrbuchbänden 1985 und 2001 beschrieben. Hier wird nun die Kohlegewinnung in Ufhusen beschrieben. Ins Abbaugebiet führte damals sogar eine Bahn für den Transport der Kohle.

 

 

 

 

 

Kultur im Schloss Thunstetten

Es ist ein kleines Juwel im Oberaargau: das Schloss Thunstetten. Hieronymus von Erlach, Landvogt von Aarwangen, liess es bis 1715 erbauen. Nach mehreren Besitzerwechseln übernahm es 1973 die Stiftung Schloss Thunstetten. Von da an wurden in den Räumen und im Schlosshof jahrzehntelang private und kulturelle Anlässe durchgeführt. Es gab viele klassische Konzerte, aber auch Jazzabende sowie Theater. Besonders in Erinnerung geblieben sind die Aufführungen des Stücks "Barbara" im Hof. Am 6. Juni 2015 wurde das 300-jährige Bestehen des Schlosses gefeiert.

 

Jubiläum des Konzertchors

Einen Monat vor dem Erscheinen des Jahrbuchs 2015 führte der Konzertchor Oberaargau in Langenthal sein erstes von zwei Jubiläumskonzerten auf. Der Chor, hervorgegangen aus dem Zusammenschluss mehrer Chöre aus Langenthal und Umgebung, geht auf die Gründung des Sängerbunds im Jahr 1865 zurück. Zum 150. Geburtstag machte sich ein Team aus dem Chor daran, die Geschichte des Vereins aufzuarbeiten. Der Beitrag erzählt über Höhen und Tiefen der jeweiligen Chöre und berichtet über die Höhe- und Tiefpunkte, welche die Sängerinnen und Sänger erlebten.

Die Lushüttenalp

Lushütten heisst ein Alpgebiet zwischen der Lüderenalp und dem Napf. 2016 kann die Alpgenossenschaft ihr 150-jähriges Bestehen feiern. 55 Jahre lang war die Lushüttenalp im Besitz von Oberaargauer Familien. Der Beitrag beleuchtet die interessante Geschichte der Alp von der ersten Erwähnung im Jahr 1531 bis heute.

 

 

 

 

 

 

Johanns Aufsätze übers Landleben

Johann Meister aus Wyssachen besuchte die 7. bis 9. Klasse von 1894 bis 1896 in seinem Dorf. Drei Hefte mit seinen Aufsätzen sind erhalten geblieben. Der Lehrer führte seine Schüler übers Nacherzählen des Schulstoffes hin zur sprachlichen Bewältigung des Alltags. Johann Meisters Aufsätze geben Einblick ins Leben eines heranwachsenen Bauernjünglings und lassen erahnen, wie das Leben es auf dem Lande damals war.

 

Was Tonröhren erzählen

Die Villa "Forsthaus" in Langenthal wurde 1974 abgerissen und machte einem Mehrfamilienhaus Platz. 40 Jahre später fuhren wieder die Bagger auf, der Aushub für ein zweites Wohngebäude begann. André Masson, der in der Villa aufgewachsen war, fand in der Baugrube Röhren aus Keramik, die von alten Wasserleitungen stammten. Aufgrund der Funde forschte Masson über die Vergangenheit der Leitungen und der Häuser und machte Entdeckungen, die weit über die Zeit seiner Grosseltern zurückgingen.

 

 

 
Die Eisenbahn in Eriswil

Vor 100 Jahren wurde die Eisenbahnlinie Huttwil-Eriswil eingeweiht. Autor Jürg Rettenmund zeichnet nach, wie Eriswil zu seiner Bahn kam. Erwähnt ist zum Beispiel auch der Orion-Bus, der vor dem Bahnbetrieb zum Einsatz kam, aber mit technischen Problemen zu kämpfen hatte. Die Huttwil-Eriswil-Bahn wurde 1975 durch eine Busverbindung abglöst. Nur noch alte Brücken und Teile des Bahndamms erinnern daran, dass dort einmal Züge durchfuhren.